Cotopaxi Nationalpark

2. November 2007 02:51

unser HaeuschenNachdem wir nun schon ueber 4 Wochen in Ecuador unterwegs sind und dabei nicht wirklich von der Stelle gekommen sind, geht es letzten Samstag von Otavalo endlich Richtung Sueden in den Cotopaxi Nationalpark. Der Cotopaxi ist mit knapp 5900m der 2. hoechste Berg Ecuadors und einer der hoechsten aktiven Vulkane der Welt. Die ersten Tage verbringen wir mit trekken und zelten im Nationalpark. Der Begriff “Nationalpark” hat hier aber eine etwas andere Bedeutung als bei uns. Jeder kann mit seinem Auto dort rumkurven und die wenigen Wanderwege ohne Autos sind nicht ausgeschildet, so dass man als Tourist dazu gezwungen wird, einen Guide zu nehmen (Kartenmaterial ist auch nur schlecht). Wir laufen jedoch mit unseren Rucksaecken querfeldein ohne Guide los, Stacheldrahtzaeune sind noch die kleineren Hindernisse. Ein Groesseres stellt da schon ein 2m breiter Wasserkanal dar, der unser Weg zum “Campingplatz” blockiert (einfach grosse Wiese mit Wasseranschluss, aber mit schoenem Ausblick auf den Cotopaxi). Aber auch der wird ueberwunden, und wo wir unser Zelt aufschlagen lernen wir einen Spanier kennen, der mit dem Fahrrad Ecuador bereist (wir sollten ihn in den naechsten Tagen noch oefters zufaellig treffen). Dank unserer super Planung haben wir leckere Spaghettis, eine Dose Thunfisch und eine kleine Packung Ketschup mit. Einziges Problem: Wir haben keine Gaskartusche fuer unseren Kocher, obwohl wir uns in den Tagen vor Cotopaxi wirklich darum bemueht haben. Jedenfalls hilft uns der Spanier mit seinem Kocher aus, sonst haette es fuer uns an diesem Abend nur Oreo-Kekse gegeben. Am naechsten Morgen kochen wir ihm dafuer einen Kaffee und heisse Milch (auf seinem Kocher ;-)), was uns allen sehr gut bekommt, denn die Nacht ist sehr sehr kalt.

Geschafft!Das Highlight sollte jedoch noch anstehen. Eigentlich hatte Daniel nicht vor, den Cotopaxi zu besteigen. Doch beim Anblick des Cotopaxi waehrend des Trekkings bekommt Daniel richtig Lust. Wir fahren nach Latacunca, um einen Guide zu organisieren, denn ohne diesen und spezieller Ausruestung ist dies nicht moeglich. Nach ein wenig relaxen in Latacunca geht es Mittwoch mit dem Schotten Derek und Guide wieder zurueck in den Nationalpark an den Fuss des Cotopaxis in eine Schutzhuette auf 4.800m. Waehrend Alex lieber in der Huette auf Daniel wartet, macht er sich mit den beiden anderen um 1 Uhr nachts bei sternenklarer Nacht auf den Weg nach oben. Der Aufstieg kann nur nachts erfolgen, weil dann der Schnee noch geforen und begehbar ist. Mit Eispickel, Steigeisen, Seilen und 6-lagiger Kleidung geht es mit Stirnlampe ueber Schnee und Gletscher auf 5897m. Abstieg6 Stunden dauert der Weg zum Gipfel und ist super anstrengend, doch die Bemuehungen werden mit einem schoenen Sonnenaufgang ueber den Wolken und einem wahnsinnigen Ausblick belohnt. Der Abstieg ist dann alles andere als lustig, Daniel kann wegen der duennen Luft nicht mehr klar denken und faellt wg. dem bereits angetauten Schnee einige Male um, doch durch das 3er-Team ist jeder immer ueber Seile abgesichert. Nach 3 Stunden Abstieg empfaengt Alex den torkelnden Daniel an der Schutzhuette. Alex ist einfach nur happy, doch Daniel ist einfach nur fix und fertig mit der Welt, und dem Cotopaxi.

6 Antworten zu “Cotopaxi Nationalpark”

Naddel schrieb einen Kommentar aktiv 2. November 2007

Hallo Ihr 2 Lieben,

ich gehe so gerne auf Eure Seite und schwälge in Erinnerungen.
Ausserdem bin ich natürlich super gespannt, mehr Bilder zu sehen.
Cotopaxi und Nationalpark lassen auf sich warten. Daniel: Herzlichen Glückwunsch!
Du hast den Cotopaxi bestiegen! Echt toll. Beneidenswert. Das hätte ich auch sehr gerne erlebt.
Die Höhe bekommt mir - glaube ich- nicht so gut. Wir sind nur bis zum Gletscher und damit hatt ich schon gut zu tun.
Ist das nicht traumhaft dort oben? Mich hat es sehr beeindruckt.

Passt schön auf Euch auf und schreibt weiterhin so tolle Reiseberichte.

Ganz liebe Grüße aus Hamburg
Nadin

Mama und Papa schrieb einen Kommentar aktiv 2. November 2007

Hallo ihr beiden,

riesengroßen Glückwunsch an Daniel zur Bergbesteigung!!!
Supertolle Leistung nach dem was wir gelesen haben.
Kommt auch wieder heil ganz unten an.

Liebe Grüße aus Klettenberg

Mama und Papa

emjay schrieb einen Kommentar aktiv 2. November 2007

Mensch Daniel! Das Aufregendste, was unsereins so macht (im anderen Wortsinne jedoch), ist der tägliche Kampf im Stau auf der Autobahn, und du beschließt mal eben, diesen Berg zu besteigen. Ein Uhr nachts, sechslagige Kleidung, torkelnder Daniel … Hört sich verrückt an, aber du hast es ja schlussendlich doch geschafft. Allerhöchsten Respekt! Passt weiter gut auf euch auf.

Yvonne schrieb einen Kommentar aktiv 3. November 2007

*respect* Wow - ich komme mir hier so klein vor, wenn ich bei 4 Etagen schon japse. Ich freue mich immer, wenn ich Neuigkeiten von Euch lesen! LG

Elke und Heiner aus Hürth und -Duisburg schrieb einen Kommentar aktiv 3. November 2007

Hallo Weltenbummler !
Eure schöne Hochzeitsfeier noch in Erinnerung, geniessen wir jetzt Eure super Webseite. Wir wünschen Euch noch viele schöne Erlebnisse und Eindrücke auf Eurer Reise und passt gut auf Euch auf. Wir sind total beeindruckt. Ganz viele, liebe Grüße
Elke, Heiner, Patrick, Patricia und Ida

Hagen Metzler schrieb einen Kommentar aktiv 11. Februar 2008

Und ich bin mit meinen 2000ern in Österreich schon immer ganz stolz! ;-) Großer Respekt, als nächstes den Mount Everst?

Schöne Grüße!

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