Es gibt Reis, Baby

12. August 2008 15:10

Jan und Marco treffen wir zufaellig frueher auf der Faehre von Lombok nach Bali wieder. Zusammen erleben wir eine chaotische Ueberfahrt auf einer Faehre, die in Deutschland mit einer 1000-Punkte-Maengelliste nie den TUEV bestehen wuerde! Der Wellengang ist so stark, dass wir bei jeder Welle denken, die Faehre bricht gleich auseinander. Viele Einheimische werden seekrank, und die ohnehin schon schlimmen Toiletten werden in Folge dessen unbenutzbar (auch Alex muss wieder leiden). Als wir am Hafen in Bali ankommen, stehen wir stundenlang mit anderen Schiffen in einer “Warteschlange” auf dem Meer, weil es leider nur einen Anlegesteg gibt. Das Schlimmste passiert aber, als unsere Faehre gerade anlegt, und wir aussteigen wollen. Wir muessen im Bug zwischen LKW’s und Bussen mit laufenden Motoren warten, bis die Klappe aufgeht. Es gibt absolut keine Luftzufuhr und zurueck aufs Deck ist auch unmoeglich, weil der enge Gang nach oben mit anderen Leuten versperrt ist. Nach endlos langen 15 Minuten geht endlich die Klappe auf und wir koennen nach Luft schnappen!

Mit fuenf Stunden Verspaetung kommen wir nachts wieder in Kuta an, wo wir zusammen Marcos und Jans Rucksaecke packen, die netterweise von uns “unnoetiges” Gepaeck mitnehmen (Zelt, Kocher, Schlafsaecke usw.). Am naechsten Morgen muessen wir uns leider verabschieden, aber diesmal nur fuer zwei Monate. :-)

Aus dem extrem touristischen Kuta machen wir uns auf den Weg ins ebenfalls touristische, aber dennoch gemuetlichere Ubud. Hier kommen wir bei einer Familie unter. Wir mieten uns wieder einen Roller, unser eigentliches Ziel, ein beruehmter Tempel, verpassen wir nur knapp. Auf der Karte sieht alles so einfach aus, 3-4 mal abbiegen und schon sollten wir da sein, aber Strassenschilder gibt es hier so haeufig wie Reisfelder in Deutschland. So verfahren wir uns “ein wenig”, bis in den Norden von Bali. Wir merken das auch schnell, aber die Gegend und die Reisfelder sind so urspruenglich bzw. schoen, dass wir einfach immer weiterfahren und uns treiben lassen. Einsame Doerfer, winkende Kinder und keine anderen Touris begleiten den Weg.

Nach Ubud fahren nach Lovina hoch in den Norden. Zur Feier des Tages (wir haben heute unseren 1. kirchlichen Hochzeitstag) steigen wir in einem netten Strandbungalow ab, der nicht teurer ist als so mancher einfacher Campingplatz in Australien. Ein deutsch-sprachiger Balinese zeigt uns auf einer Tour das Hinterland, doch sein “Spaziergang” entpuppt sich mehr als Flusswanderung. Das Wasser kommt uns aber bei der schwuelen Hitze gerade recht (Alex unfreiwillig, als sie im Fluss ausrutscht!).

Ueber Bali denken wir am Ende so, wie man ueber Mallorca denken koennte. Sehr touristisch, aber einige entlegene Orte sind dann doch sehr schoen.

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