Gibb River Road & The Kimberleys

11. Juli 2008 12:21

Nach einigen relaxten Tagen in Darwin (abgesehen von der verkorksten EM-Final-Nacht) beginnen wir nun unseren Weg Richtung Perth. Ein wenig unterschaetzt haben wir die langen Distanzen schon, denn es sind noch einige tausend Kilometer, die bis dahin zu fahren sind.

giftige Toadkroeten, Plage in AussieAn der Grenze vom Northern Territory (Darwin) nach Western Australia (Perth) gibt es wieder einmal strenge Lebensmittelkontrollen, doch nach unserem “Reste”-Essen in den letzten Tagen muessen wir nur noch Honig und Knoblauch-Zehen abgeben. Die groesste Panik haben die West-Aussies aber vor der Toad-Kroete, die vor Jahrzehnten an der Ostkueste zur Bekaempfung von Insekten ausgesetzt wurde, aber nun selber zur Plage geworden ist. Sie ist giftig, und alle Tiere, die sie fressen, sterben an ihrem Gift. Sogar Krokos muessen ihr Leben lassen. Die einzige Kreatur, die die Speise ueberlebt, ist eine schlaue Kraehenart, die die Kroete vorher auf den Ruecken dreht und von unten auspickt und so nicht an die Gifttaschen neben den Augen kommt. Aber jetzt genug Bio!

Da hier im Moment Trockenzeit ist, und wir ueber jeden Kroko-freien Tuempel dankbar sind, kommen uns die Wasserfaelle in den Kimberleys gerade recht. Wir fahren auf der “Gibb River Road” mit einigen Abstechern zu den unzaehligen Gorges (Canyons) und Wasserfaellen. Die “Strasse” ist mit unseren Side-Steps eine 1000km lange Sandpiste. Unsere Lungen, wie auch unsere Klamotten, sind jeden Abend mit rotem Staub bedeckt. Wir hoeren uns schon an wie Asthma-Kranke!

Die Landschaft ist hier wieder anders, als in den Nationalparks zuvor. Hier gibt es die Boab-Trees, die vor einigen Jahrzehnten als Aboriginal-Gefaengnisse dienten. Einige von Ihnen sind 1500 Jahre alt und haben einen Umfang von 14 Metern!

Suesswasser-KrokoEinige Wasserloecher ueberlassen wir dann doch den Freshies (Suesswasserkrokodile), die hier in der Sonne doesen und rumschwimmen. Obwohl die “Suessen” relativ ungefaehrlich sind (”Die beissen nur, fressen dich aber nicht auf”, meint ein Australier zu uns), bleiben wir lieber im Trockenen. Nur die Salties haben ab und zu Appetit auf ein Menschenbeinchen oder Aermchen.

Nach 5 Tagen haben wir das Ende der “Gibb” in Derby erreicht. Hier besuchen wir ein Aboriginal-Festival mit Taenzen und Musik. Sehr interessant, aber stellenweise auch etwas chaotisch (einige Taenzer gehen, weil sie ihren Tanz nicht koennen, von der Buehne und beim Aboriginal-Chor hoert man sogar die Krokodile heulen).

Nur knapp 200km weiter liegt Broome. Hier ist gerade Hochsaison, und alle Campingplaetze sind hoffnungslos ueberfuellt. Da bleibt uns als Auswegsmoeglichkeit nur noch der “Pistol Club” als Notherberge. Nachmittags ist es hier sehr idyllisch, nur ab 18 Uhr kommt man sich vor wie im Krimi, ueberall wird rumgeballert! Da bleibt nur die Flucht in die Stadt und ans Meer.

Eine Antwort zu “Gibb River Road & The Kimberleys”

Humpelstilzchen schrieb einen Kommentar aktiv 11. Juli 2008

Hey, seid Ihr noch in Broome? Da gibt’s ne richtig gute Open Air-Bar, die duerft Ihr nicht verpassen. Wohl nicht zu uebersehen im riesigen Broome:-)

Proesterchen! Anke

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