Getting prepared!

31. Mai 2008 04:58

Schon von Anfang an wissen wir, dass wir durch das “wahre” Australien wollen: von Adelaide nach Darwin tausende Kilometer durch das Outback! Von Darwin ganz im Norden dann weiter an der Westkueste entlang nach Perth. Unser urspruenglicher Plan war es ein 4-Wheel-Jeep zu kaufen und spaeter wieder zu verkaufen. Doch nach viel Recherche (Automaerkte, Annoncen, Versicherungen usw.) stellt sich dieses Vorhaben als zu aufwendig und riskant dar. So entscheiden wir uns ein Outback-Van zu mieten. Damit haben wir vorallem keinen Stress mit der Umregistrierung, die beim Verkauf in Perth notwendig waere, weil wir das Auto in einem anderen Staat wiederverkaufen wollen.

Unser Van heisst “Thing-Thong”, hat 4-Wheel-Drive und “Reasonable Ground-Clearance”, was soviel bedeutet wie Off-Road tauglich! Zu unserem Glueck finden wir in Melbourne direkt einen Aldi. Hier decken wir uns erst einmal fuer 250$ mit wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Haribo Goldbaeren, Schwarzbrot oder Oettinger Bier fuer die naechsten Wochen ein. Damit allein laesst es sich allerdings schlecht im Outback ueberleben, also kaufen wir noch Wassertanks und zusaetzliche Benzinkanister. Es ist kaum noch Platz im Auto, trotzdem bekommen wir es relativ gut organisiert, dass wir nachts hinten imVan nicht auf den Kanistern schlafen muessen. Zu allem “Ueberfluss” kauft sich Daniel auch noch eine Gitarre, fuer die einsamen Abende. Alex hat zum Glueck noch genug Oropax ;-) , denn aus dem Auto fluechten ist schlecht, da es abends bzw. nachts ziemlich kalt wird.

Unsere Tour beginnt mit der Great Ocean Road, die von Melbourne am Meer entlang Richtung Adelaide fuehrt. Staendig gucken wir hoch in die Eukalyptus-Baeume, um nach Koalas Ausschau zu halten. Es dauert ein wenig, bis wir die grauen Plueschknaeuel in den Baeumen sitzen oder schlafen sehen. Mit aller Ruhe und Gemuetlichkeit sitzen sie in den Baeumen, fressen, machen Poo, oder schlafen. Daniel muss desoefteren Vollbremsungen machen, weil Alex wieder Kakadus und Sittiche sieht, und dabei jedesmal anfaengt zu kreischen. Nach 3 Tagen Great Ocean Road mit schoener und wilder Kuestenlandschaft (z.B. die 12 Aposteln, von denen nicht mehr alle stehen) fahren wir ins Landesinnere Richtung Mildura, wo wir Bekannte aus Suedamerika besuchen wollen.

Big Desert Wilderness ParkAuf dem Weg dorthin testen wir Thing-Thong auf seine 4WD- und Off-Road-Tauglichkeit (und Spritverbrauch!), indem wir durch einige Nationalparks fahren. Im Grampians Nationalpark suchen wir uns die Seitenstrassen heraus, die als reine 4WD-Tracks ausgeschrieben sind. Wir merken auch schnell warum, naemlich als wir 20 Grad Schraeglage haben und der Track treppenartig bergauf und -ab geht. Aber unser Schaetzchen macht sich gut. Auch spaeter, als wir 200km durch wuestenaehnliche Landschaft mit zum Teil tiefen Sand durch den Big Dessert Wilderness Park und den Murray-Sunset Nationalpark fahren. Hier bekommen wir einen ersten Vorgeschmack von der Einsamkeit, der Stille und dem Auf-sich-selbst-angewiesen-sein, wie es uns spaeter im Outback laenger bevorsteht. Wir freuen uns total darauf! Aber wir sind jetzt schon total fasziniert von dieser Ruhe, in der man manchmal nur sein Blut in den Ohren pochen hoert, was tagsueber nur von dem Gekreische der unzaehligen Papageien “gestoert” wird. Ein kleiner Schocker sind nur die Kaenguruhs, die uns einige Male ungeahnt vors Auto huepfen. Bis jetzt ist zum Glueck noch alles gut gegangen.

In Mildura haben wir zwei schoene Tage mit Sarah und Alex, die uns Mildura und ihre Schlangen-Zucht zeigen!

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