Von Sao Paulo nach Curitiba

16. Januar 2008 15:36

Von Abrao nehmen wir frueh morgens einen 1000-Personen-Dampfer zurueck zum Festland. Wir draengeln uns mit unseren Rucksaecken ganz nach vorne durch und bekommen so beim Ausstieg das erste Taxi, was uns zum Busterminal bringt. Wir sind “Fahrkarten-Krieger-Sieger”, denn wir bekommen die letzten zwei freien Plaetze fuer einen Bus nach Sao Paulo, unser naechstes Ziel. Die beiden Japaner hinter uns in der Schlange aergern sich gruen und blau - wenn Blicke toeten koennten!

Sao Paulo ist einfach nur riesig und hat nicht das Flair wie Rio. Trotzdem finden wir die Stadt nicht so schlimm und gefaehrlich, wie uns andere Reisende vorher erzaehlt haben. Das Einzige, was uns schockiert, sind die Strassenkinder, die mitten auf dem Gehweg liegend in der Hitze schlafen, und niemand kuemmert es!

Zugfahrt von Curitiba nach MorretesVom riesigen Busbahnhof in Sao Paulo fahren wir nach Curitiba, weiter Richtung Sueden. Leider haben wir 20 Real (8 Euro) zuviel gespart, denn der Bus hat bei 40 Grad Hitze keine Klimaanlage. Klitschnass geschwitzt kommen wir in Curitiba an und nehmen im Hotel erstmal eine lange kalte Dusche. Von hier aus wollen wir einen relaxten Wochenendausflug machen. Ohne unsere 18-Kg Rucksaecke soll es mit dem Zug durch den Dschungel nach Morretes gehen, zu “one of the prettiest colonial towns in southern Brazil”, wie es unser Guidebook so schoen und vielversprechend sagt. Aber es kommt doch ein wenig anders: Die Zugfahrt ist landschaftlich zwar spektakulaer, doch die zum Wagon gehoerende Touri-Fuehrerin erzaehlt ununterbrochen in Portugiesisch, Spanisch, Englisch und Franzoesisch ununterbrochen lautstark durch ein Mikrofon ueber Gott und die Welt. Dazu dann immer wieder jubelndes Geschrei der Urlaubs-Brasilianer, wenn wir durch Tunnel fahren. Nach 3 Stunden haben wir einen dicken Kopf und Morretes ist fuer uns dann alles andere als “one of the prettiest…” Ein Restaurant reiht sich an das andere und die Kellner reissen sich um die Touristen. Kurzentschlossen fahren wir mit dem Bus eine Stunde weiter nach Paranagua ans Meer. Hier gehts entspannter zu, auch wen es leider in Stroemen regnet. Am naechsten Tag fahren wir wieder zurueck nach Curitiba, wo wir noch 3 Tage bleiben. Wir bekommen elektronische Post aus der Heimat, in der uns Freunde aus Koeln schreiben, dass sie uns im April auf der Suedinsel Neuseelands fuer knapp 3 Wochen besuchen kommen! Wir freuen uns riesig darauf, endlich mal wieder bekannte Gesichter zu sehen!!

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