Archiv für 'Oktober, 2007'

TeleferiQo und Vulkan Ruco Pichincha

8. Oktober 2007 06:19

Nachdem wir uns and die Höhe gewöhnt haben, beschließen wir an unserem vorerst letzten Tag in Quito mit dem TeleferiQo auf eine Flanke des Vulkans Ruco Pichincha zu fahren. Der TeleferiQo ist Quito’s neuste Touristenattraktion, eine Seilbahn die auf 4100m führt. Von oben haben wir einen wunderschönen Ausblick auf die Anden und ins Tal nach Quito. Die Luft ist hier nochmal merkbar dünner, aber schön frisch und eine willkommene Abwechslung zum versmogten Quito. Von der Station oben führt ein 3h-Wanderung auf die Spitze des Vulkans Rucu Pichincha auf 4700m. Ohne konkretes Ziel laufen wir drauf los und mit vielen Verschnaufpausen schaffen wir es zusammen auf 4500m. Alex wird die Luft zu dünn, es kribbelt ihr schon in den Händen und Füßen, und kehrt mit einer anderen Deutschen um. Daniel will noch ein Stück weiter, aber kurz vor dem Gipfel wird es dann doch zu anstrengend. 5 Schritte, Pause, 5 Schritte, Pause! Mit einem Amerikaner und einem Deutschen gehts zurück zur Station des TeleferiQo, wo wir noch einen Happen essen und wieder ins Tal nach Quito zurückfahren.

Quito and around

4. Oktober 2007 19:50

Quito ist bunt, quirlig, lebendig. In unseren ersten Tagen erleben wir hier offene und freundliche Menschen. Ein Taxifahrer, der uns von seine Lebensgeschichte aus New York erzaehlt, ein Kellner, der uns ueber ein anstehendes traditionelles Fest berichtet und uns die Festspeisen probieren laesst und viele Musikanten begleiten uns taeglich. Im Eiscafe, im Bus, ueberall wird gesungen. Aber auch die Armut ist allgegenwaertig, vor allem Strassenkinder betteln uns haeufig an.

Auch muessen wir feststellen, dass Zebrastreifen nicht gleich Zebrastreifen sind. Ueberhaupt geht der Verkehr hier ziemlich hektisch zu. Statt Bremse wird die Hupe benutzt. Waehrend in Deutschland ueber Feinstaub diskutiert wird und in den Staedten Umweltplaketten erteilt werden, sind Russpartikelfilter und Katalysatoren hier ein Fremdwort, ein Luftkurort ist dies hier sicherlich nicht. Viele Strecken legen wir hier mit dem Taxi und dem Bus zurueck, da es sehr billig ist und fuer einige Gegenden auch sicherer.

AequatorlinieHeute besichtigen wir den “Mitad del Mundo”, den Mittelpunkt der Erde. 20km noerdlich vom Quito liegt der Aequator, ein grosses Monument und eine gelbe Linie stellen diesen besonderen Ort dar. Faelschlicherweise ist die Linie einige Meter falsch gezogen, was damals mit GPS wohl nicht passiert waere. Der Ort ist sehr touristisch, aber interessant. Um 12 Uhr steht die Sonne hier genau senkrecht und wirft keinen Schatten.

Erstes Lebenszeichen

3. Oktober 2007 13:36

Kolibri im AnflugWir sind heil in Quito gelandet! Nach 11h Flug von Madrid und einer wilden Taxifahrt haben wir uns in einem kleinen aber sehr schoenen Hostal mitten in Quito einquartiert. Hier bleiben wir die naechsten vier Tage, bevor wir am Samstag zu den Galapagos Inseln fliegen und dort bei Bekannten wohnen koennen.

Die naechsten Tage werden wir ruhig angehen und uns Quito’s Altstadt ansehen, die sehr schoen sein soll. Wir muessen uns erst einmal an die Hoehe aklimatisieren. Quito liegt auf 2800m, die Luft ist hier sehr duenn, jeder Treppenschritt ist hier anstrengend.

Artikel im KSTA

13:21

Der Koelner-Stadt-Anzeiger veroeffentlichte in der gestrigen Ausgabe einem Artikel über unsere Reise. Online zu lesen hier.

Es kann losgehen

1. Oktober 2007 20:34

Unsere To-do-Liste ist abgearbeitet, lange hat es gedauert. Gerade die Ein letztes Mal Platz nehmen letzten Tage hat uns der Umzug aus unserer Wohnung beschäftigt, die meisten Sachen sind bei den Eltern verstaut. Einige wenige Dinge sind auf dem Sperrmüll gelandet, so auch unsere gemütliche aber alte Couch-Garnitur. Wartend auf die Müllabfuhr verbringen wir mir ihr gemeinsam die letzten Stunden auf der Straße bei einer Flasche Wein.

Wir trennen uns auch von unserem geliebten Fiesta Baujahr ‘89, der Die letzte Fahrt zum Schrotthändler uns bis auf wenige ADAC-Einsätze und ein Motorschaden in den letzten Jahren immer treu war. Bei einer Schrotthändlerin findet er seinen letzten Ruheplatz, bevor seine Einzelteile weiter durch Köln fahren dürfen.

Die materiellen Dinge schwinden, was sich hauptsächlich am Schlüsselbund bemerkbar macht. Erst die Schlüssel zur Arbeit, dann zu Wohnung, Tiefgarage und Briefkasten und heute zuletzt zum Auto. Aber wirklich traurig ist in den letzten Tagen der Abschied von Familie und Freunden, der nicht messbar ist. Auch nicht die letzten Kölsch mit Ihnen zusammen…

Nun kann es aber endlich losgehen. Die Vorfreude ist groß und gleich morgen früh geht unser erster Flieger von D’dorf über Madrid nach Quito.