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Kambodschanische Fortbewegungsmittel

15. September 2008 08:12

Alex unter PlaneMorgens um 6 werden wir bei stroemenden Regen auf einem Pick-up (!) zum Hafen gebracht, trotz einer Plane ueber uns werden wir pitsche-patsche nass. Unser versprochenes Speedboot von Siem Reap nach Battambang entpuppt sich dann als schrottreife Nussschale. Wegen dem starken Regen und herunterhaengenden Planen (es gibt keine Fenster) koennen wir zunaechst nichts von der schoenen Umgebung sehen. Spaeter hoert der Regen aber auf und wir sehen endlich die Floating Villages und deren Bewohner, an denen wir die ganze Zeit schon vorbei getuckert sind.

ReisnudelfabrikIn Battambang fahren wir mit zwei Guides zu den ”Killing Caves”, in denen waehrend des Khmer Rouge-Regimes in den 70igern tausende Kambodschaner auf brutalste Weise umgebracht wurden. Unsere Guides zeigen uns aber auch die schoene Seite von Kambodscha: Reisfelder, Tempel, eine familien-gefuehrte “Reisnudelfabrik” und den “Bamboo-Train”, auf dem wir selber mitfahren. Die Einheimischen benutzen ihn als Transport- und Fortbewegungsmittel zwischen den Doerfern. Ein wenig komplizierter wird es, wenn Gegenverkehr kommt (es gibt nur ein Gleis), denn dann wird einer der beiden Bamboo-Trains abgebaut und von den Gleisen gehoben, so dass der Andere passieren kann. Wir haben jedenfalls richtig Spass!

Bambootrain in Battambang:

Unser Dschungelcamp

31. August 2008 08:23

Wir sind im Taman Negara Regenwald im Malaysia, das aelteste Waldgebiet der Erde. Seit 130 Millionen Jahren waechst hier Regenwald, ein richtiger Ururwald. Auch wenn die Malaysier in der Vergangenheit nicht ziemperlich waren, was die Abholzung ihres Regenwaldes betrifft, geht es in diesem Nationalpark noch urspruenglich zu.

Mit dem “Jungle-Train” fahren wir von Singapur aus nach Jerantut in Malaysia, dem Ausgangsort zum Taman Negara. Von dort gehts mit einem schmalen “Longboat” auf einem breiten braunen Fluss drei Stunden flussaufwaerts tief in den Dschungel hinein. Unterwegs sehen wir links und rechts am Ufer viele wilde Wasserbueffel. In Kuala Tahan, dem einzigen Dorf im Park (abgesehen von einigen Nomaden-Doerfer der Ureinwohner), muessen wir Eintritt und eine “Photographic Licence” bezahlen. Letztere kostet das 5-fache vom Eintrittspreis, aber trotzdem nur einen Euro umgerechnet. Fuer vier Naechte ist eine einfache Huette unsere Unterkunft, und in den Baeumen davor tummeln sich oft Aeffchen und Hornbills (aehnlich wie Tukane, mit einem riesigen bunten Schnabel).

zu spaet gemerkt!Die Tage sind extrem schwuel mit 99% Luftfeuchtigkeit. Nach nur zehn Minuten wandern im Dschungel sind wir klitschnass geschwitzt, wir fuehlen uns wie in der Sauna. Am ersten Tag laufen wir noch ahnungslos mit unseren Trekking-Sandalen rum, ohne zu merken, dass wir “angezapft” werden. Erst als Blut in Rinnsaelen fliesst, sehen wir die kleinen bzw. mittlerweile grossen Blutsauger! Mit Desinfektionsspray besprueht lassen sie freiwillig los, doch kaum ist der eine Fuss wurmfrei, saugen an dem Anderen schon wieder fuenf Neue. Wir koennen kaum glauben, wie schnell und unbemerkt sie angekrochen kommen. Selbst mit Wanderschuhen und dicken Socken sind wir in den naechsten Tagen nicht vor ihnen sicher. Nachts ist es im Dschungel so extrem laut, dass manchmal selbst Oropax nicht helfen. Jede Nacht haben wir ein Symphonie-Konzert von Zikaden, Froeschen, Affen, Wildschweine und andere Laute von unbekannten Tieren.

Canopy-WalkAnsonsten wandern wir tagsueber im Dschungel umher. Der “Canopy-Walk” hier (Haengebruecken von Baum zu Baum) ist angeblich der laengste der Welt und bei Schwindel-erregenden 40 Meter Hoehe wackelt die ganze Konstruktion. Bei einem Fluss, den wir ueberqueren muessen, gibts leider keine Haengebruecke, nur ein Seil im Wasser zum Festhalten. Also Schuhe, Socken und Hose aus, Augen zu und durchmarschiert! Auch wenn wir nicht sehen, wo wir eigentlich hintreten, denn das Wasser ist dunkel braun, tut die Abkuehlung am Ende gut!

Fahrt auf einem “Longboat” im Dschungel:

Grosse Tempel und ein brodelnder Vulkan auf Java

23. August 2008 07:35

Nach “Bromo” fahren wir mit unserer franzoesischen Begleitung 400km weiter nach Yogyakarta auf Java. Nach 11 Stunden Fahrt dorthin wissen wir dann auch, warum Java die bevoelkerungsdichteste Insel der Welt ist. Auf der gesamten Strecke haben wir nie das Gefuehl, die Stadt (irgendeine!) zu verlassen. Nie wird es laendlich, ueberall Menschen, Autos, Mofas, Smog und Laerm.

In Yogyakarte bleiben wir sechs Tage, denn von hieraus gibt es drumherum viel zu sehen. Wir besichtigen Prambanan, den groessten hinduistischen Tempel in Indonesien und Borobudur, einer der groessten buddhistischen Tempelanlagen in Sued-Ost Asien. Beide Tempelanlagen sind sehr beeindruckend, im Gegensatz zu den hunderten Verkaufsstaenden vor den Eingaengen bzw. nach den Ausgaengen. Wir finden kaum raus aus dem riesigen Labyrinth, was mit Sicherheit aber auch gewollt ist.

Daniel besorgt sich in Yogyakarta ausserdem einen Guide, um den Gunung Merapi zu besteigen, einen der aktivsten und gefaehrlichsten Vulkan der Welt. Um 22 Uhr gehts mit einem Bus nach Selo, ein Dorf welches gefaehrlich nahe am Fusse des Vulkans liegt. Um 1 Uhr nachts geht dann der sehr anstrengende Aufstieg mit ueber 1400 Hoehenmeter auf den Gipfel los. Oben qualmt der ganze Vulkan, ueberall stinkt es nach Schwefel und der Guide kocht Teewasser auf den heissen Lavasteinen.

Rundumblick auf dem Gurung Merapi:

In Yogyakarta muessen wir uns leider von unserer franzoesischen Family verabschieden. Mit einem Nachtzug fahren wir 600km weiter nach Jakarta, der knapp 10 Millionen Hauptstadt Indonesiens. Hier gibt es nicht viel zu sehen, was nicht nur an dem Smog liegt, und zum Glueck fliegen wir von hier am naechsten Tag nach Singapore.

Bang Boom “Bromo”

17. August 2008 12:55

Von Bali aus machen wir uns auf den Weg nach Java, mit 124 Millionen Bewohnern die bevoelkerungsreichste Insel der Welt (Indonesien hat insgesamt ueber 17.000 Inseln!). Auf der diesmal kurzen Faehrueberfahrt lernen wir Estelle und Christoph aus Frankreich kennen, die mit ihrem 20 Monaten alten Baby reisen. “Luna” zieht alle Indonesier auf Java magisch an; mit ihrer weissen Haut, blonden Haaren und blauen Augen ist sie hier etwas ganz Besonderes und alle wollen sie beruehren.

Mit den Dreien ist unser erstes gemeinsames Ziel der Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark, eine aktive Vulkanlandschaft und eine der beeindruckendsten Orte in Indonesien. Als wir dort nachts nach einer langen und wilden Fahrt ankommen, sehen wir davon noch nichts, nur die Luft ist hier auf ueber 2300m etwas duenner. Erst am naechsten Morgen, als wir ueber den Kraterrand sehen koennen, ist die Aussicht total ueberwaeltigend. Der Tengger-Krater erstreckt sich ueber 10km Durchmesser, im Tal liegt eine Nebelschicht und der Schwefel-qualmende Gunung Bromo schaut ueber der Wolkendecke heraus. Im Hintergrund qualmt der Gunung Semeru, der hoechste und aktivste Vulkan auf Java. Alle 20 Minuten stoesst er eine riesige schwarze Aschewolke aus.

Wir wandern durch den riesigen Tengger-Krater zum “Bromo”, und weil Alex dort vermutlich zu viel Schwefel einatmet, hat sie in der naechsten Nacht eine starke Migraene-Atacke. Am Bromo selbst verkaufen geschaeftstuechtige Indonesier Blumenstraeusse, die man in den Schlund des Vulkans schmeissen soll, was natuerlich Glueck bringt. Wir wundern uns anfangs noch, warum die Blumen alle grau sind und die Straeusse so vergammelt aussehen, bis wir einen lebensmueden Verkaeufer in den Vulkan klettern sehen, um die runtergeworfenen Straeusse wieder einzusammeln! Oben wieder gluecklich angekommen, wird die Asche abgeschuettelt, und die Straeusse wieder zum Verkauf angeboten. Sonst wird hier leider nichts recycelt!

Am Kraterrand vom Mount Bromo (und die Auswirkungen des Schwefels auf Alex):

Daniel macht sich dann nachts um 3 Uhr alleine auf den Weg, um von einem hoeher gelegenen Aussichtspunkt am Tengger-Krater den Sonnenaufgang zu sehen, was mit den qualmenden Vulkanen wirklich atemberaubend aussieht.

PS: Unsere australische Handy-Nummer funktioniert in Asien nicht mehr!

Peinlichkeiten online

12. April 2008 05:44

Doch noch geschafft! Hier unsere Videos vom Skydive in Taupo. Wir bitten die Peinlichkeiten zu entschuldigen (Unsere Nasen sind in Wirklichkeit gar nicht so gross. Nein, Daniel steht nicht unter Drogen “Uuuueber deeeen Wolkennn…”. Und so geschwollen Englisch sprechen wir normalerweise auch nicht.) Aber seht selbst:

Alex Sprung:

Daniel Sprung:

Daniels Skydive at Lake Taupo from Daniel Buchert on Vimeo.